Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover

4G Radio: System-on-Chip Application Platform towards Fourth Generation Radio (Abschlussbericht, deutscher Teil)

Frank Henkel1, Christian Münker2, Günter Vogel3, Frank Hofmann3 und Gerald Ulbricht4

1IMST GmbH,  Kamp-Lintfort, 2 Infineon Technologies AG, München, 3Robert Bosch GmbH,  Reutlingen, 4Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen (FhG IIS), Erlangen

Inhalt: Das mobile Internet und dessen Anwendungen stellen neue Anforderungen an drahtlose Kommunikationsendgeräte. Besonders die Unterstützung unterschiedlicher Standards (GPRS, UMTS, WLAN, Bluetooth, UWB, GPS, Galileo) in einem einzigen mobilen Endgerät wird in den kommenden Jahren immer wichtiger. Gleichzeitig sollen die Abmessungen und insbesondere der Leistungsverbrauch so gering wie möglich sein, um lange Betriebs- und Sprechzeiten ohne Wechseln des Akkus zu erreichen.

Hier stellen sich große Herausforderungen bei der Verwirklichung von hochintegrierten Hochfrequenzschaltkreisen, die die Schnittstelle zwischen der digitalen Signalverarbeitung und der Antenne sind. Wie können mehrere Standards mit möglichst geringem Hardwareaufwand empfangen werden? Gibt es geeignete Architekturansätze hierzu? Können solche Bausteine auch mit sehr niedrigen Versorgungsspannungen arbeiten, damit sie weiterhin kompatibel zur Spannungsversorgung im Digitalteil sind?

Das Projekt 4G-Radio untersucht hierzu grundlegende Ansätze, sowohl auf der Architekturebene als auch auf der Schaltungsebene. Nur durch eine optimale Kombination von innovativen Architekturansätzen in Verbindung mit neuen Schaltungskonzepten lassen sich die gesuchten Lösungen mit modernen Halbleiterprozessen der Nanoelektronik realisieren.

4G-Radio ist ein europäisches Verbund-Projekt, das in dem Dachverband Medea+ in der "Applications Phase 1" A107 aufgesetzt ist. Medea+ ist ein von der Industrie initiiertes europaweites Programm für Forschung und Entwicklung im Bereich der Mikroelektronik. Die deutschen Partner sind in diesem Projekt unter dem Kennzeichen 01M3141 von dem deutschen BMBF gefördert worden.

Volltext (TIB, 4.7 MB)